Vom Stahlross------
auf den Kutschbock
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01. Juli 2008
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--------------War das eine herrliche Tour! Wirklich vom Feinsten! Allein das Wetter:
--------------Strahlender Sonnenschein, dazu eine angenehme frische Brise - was will man
--------------mehr! Dank an Petrus oder wer auch immer dafür zuständig ist! Und ein
--------------besonderer Dank an Peter und Monika Prüß, die diese Tour ausgearbeitet,
--------------vorbereitet und geleitet haben!

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--------------Die Routenführung war einmalig schön! Am Bahnhof Hemmoor ging`s - wie
--------------üblich - los mit unserem Radelspaß. Zunächst Richtung Lamstedt. Über
--------------Ziegelkamp, Wohlenbeck, Nindorf. Die Lamstedter Börde begeistert doch immer
--------------durch ihre landschaftlichen Reize, die schmucken Häuser und Gärten und nicht
--------------zuletzt durch die tollen Radwege! Ringsumher duftete es nach frisch gemähtem
--------------Gras und Getreide. Einfach schön!

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--------------Unser erstes Ziel war Brobergen und das Gebiet zwischen Oste und Mehe.
--------------Warum? Nun, hier erwartete uns eine Überraschung besonderer Art: Ein
--------------hölzerner Roland! Eine Nachbildung zwar aus dem Jahre 200, aber immerhin! Als
--------------Zeichen für Freiheit und Gerichtsbarkeit der Herren von Brobergen soll hier
--------------tatsächlich ein Roland gestanden haben. Um 1600! Und außerdem die Burg
--------------dieser Herren, zwei Kapellen, ein Turm und vieles mehr. Archäologische
--------------Untersuchungen und diverse Funde geben schon jetzt interessante Aufschlüsse
--------------über die Bedeutung dieser kleinen Fährstelle.


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--------------Inzwischen gründete sich der "Fähr- und Geschichtsverein Brobergen und
--------------Umgehung e. V." Vor zwei Jahren erst. Er ist sehr rührig. Im Fährhaus besteht
--------------bereits eine  "Heimatstube" mit Ausstellung und diversen Fundstücken und
--------------verschiedenen nachgebildeten Modellen. Die Vorsitzende des Vereins, Frau Kolf,
--------------gab kompetente und interessante Erklärungen. Auch über die Prahmfähre, die
--------------von ehrenamtlichen Helfern betrieben wird. Wir dachten nur: Alle Achtung! Und
--------------waren "ganz Ohr"!


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--------------Natürlich fuhren wir noch einmal mit der Fähre hin- und herüber, erwiesen dem
--------------Roland die Ehre und versicherten: Hier waren wir nicht zum letztenmal! Toll,
--------------dass Peter und Monika dieses Ziel ausgewählt hatten! Wenn Radtouren noch
--------------interessante Einblicke in die Heimatgeschichte gewähren, ist dies immer ein Plus!

--------------Leider standen wir schon unter Zeitdruck. Die Kutsche wartete ja um 13 Uhr auf
--------------uns! In Bornberg bei Hechthausen! Wir also los! Wieder wunderbare Radwege -
--------------auch hier im Osteland!

--------------Ein ziemlich neuer Aussichtsturm mit Informationen über Flora und Fauna der
--------------Osteniederung wurde aber natürlich noch "mitgenommen". Schöne kleine Teiche
--------------mit Seerosen und Wasservögeln erfreuten das Auge. Sie entstanden im Rahmen
--------------der Deicherhöhung. Über Laumühlen - Koppel - Klint erreichten wir ziemlich
--------------pünktlich Bornberg und damit den Hof von Jürgen und Christine Reimer. Den
--------------Besitzern der berühmten Europa-Kutsche!


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--------------Die Kutsche stand bereit. Fast! Fröhliche Begrüßung und Besichtigung des Hofes
--------------und der Pferde. Vier Rappen! Toll sahen sie aus! Wir freuten uns riesig auf die
--------------Fahrt! Jürgen Reimer gab noch einige Informationen zur Kutsche und zu den
--------------Pferden. Natürlich auch Verhaltensanweisungen für uns! Sicherheit der Fahrgäste
--------------ist schließlich  oberstes Gebot! Christine spannte die Pferde an, und nach einem
--------------zünftigen Glas Sekt bzw. selbstgemachtem Apfelsaft wurde auf- bzw.
--------------eingestiegen. Christine lenkte die Rösser sicher durch "Hechthausen und umzu“!
--------------Eine Leistung! Wir staunten. Jürgen erzählte uns so manches über den Ort, die
--------------Pferde und und und. Eines stand fest: Wir hatten Spaß! Ganz viel Spaß!


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-------------Nach zwei Stunden war die Rundfahrt beendet. Mensch und Tier - und Kutsche
-------------natürlich - kamen wohlbehalten wieder auf dem Hof an. Die Pferde wurden nach
-------------alter Tradition als erste gut versorgt, gewaschen und gestriegelt.


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------------Dann gab's für uns Radler - ab heute auch Europa-Kutschen-Reisende - ein
------------zünftiges Picknick mit selbstgebackenem Kuchen. Jürgens Werk! Er kann also
------------nicht nur Pferde pflegen! Wir waren alle so richtig froh und zufrieden!


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--------------Die Harmonie in der kleinen Gruppe war bestens gewesen und alles andere so
--------------gelungen, dass wir dachten oder zumindest fühlten: So ein Tag, so wunderschön
--------------wie heute... Dank nochmals an Peter und Monika, an Jürgen und Christine
--------------Reimer, an Corinna Kolf und - an das Leben selbst!

 

-----------------------------Maria, ach wie schön es ist, wenn du doch immer bei uns bist,
-----------------------------denn ein Gedicht gar keine Frage, fällt dir ein.... in jeder Lage.
---------------------------- "Trara, die Post ist da....", so war es auch in diesem Jahr.


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